Kann ich im Schlaf einen Sauerstoffkonzentrator tragen, um Sauerstoff einzuatmen?

Sofern keine besonderen Umstände vorliegen, sollte man im Schlaf keinen Sauerstoffkonzentrator zur Sauerstoffinhalation verwenden. Sauerstoff benötigen nur Menschen mit Sauerstoffmangel (Hypoxie). Bei einer Sauerstofftherapie zu Hause müssen zwei Indikatoren überwacht werden: der Sauerstoffpartialdruck im Blut und die Sauerstoffsättigung im Blut. Nur Personen, deren Sauerstoffpartialdruck unter 60 mmHg oder deren Sauerstoffsättigung unter 90 % liegt, benötigen zusätzlichen Sauerstoff. Liegt kein Sauerstoffmangel vor, ist keine Sauerstoffgabe erforderlich.

 

Das blinde Einatmen von Sauerstoff kann Nebenwirkungen verursachen. Bei gesunden Menschen führt das Einatmen von hochdosiertem Sauerstoff über einen kurzen Zeitraum zu einer Sauerstoffvergiftung. Symptome hierfür sind unter anderem ein Brennen hinter dem Brustbein, trockener Husten, Übelkeit und Erbrechen, Reizbarkeit und Atemnot. Hohe Sauerstoffkonzentrationen können Lungenschäden verursachen, und unsterilisierte Sauerstoffmasken oder -schläuche erhöhen zudem das Risiko von Atemwegsinfektionen.

Soll Sauerstoff eingeatmet werden, müssen zuvor Tests zum Sauerstoffpartialdruck im Blut und zur Sauerstoffsättigung im Blut durchgeführt werden.

Sauerstoffkonzentratoren haben bestimmte Auswirkungen auf Menschen mit Sauerstoffmangel, beispielsweise bei chronisch-obstruktiver Lungenerkrankung (COPD), Asthma, Bronchiektasen, Gasvergiftungen und anderen Erkrankungen. Bei Auftreten einer Hypoxämie ist eine Sauerstofftherapie zur Linderung der Symptome erforderlich. Die Sauerstofftherapie zu Hause kann den Verlauf einer COPD positiv beeinflussen, muss aber den ärztlichen Anweisungen entsprechen und unter ärztlicher Aufsicht durchgeführt werden.